dres 01Ende Juni war es endlich so weit: Unsere Tagesfahrt nach Dresden stand an. Nach jahrelangem Hin- und Her waren es dann doch acht Personen, die sich am 27.06. morgens auf den Weg nach Dresden machten um bei dem Fahrschulpanzer mit dem Kennzeichen Y-000 einmal nach dem Rechten zu schauen.

dres 02Nach etwa 6 Stunden fahrt mit dem VW-Bus ohne Klimaanlage (ja, wir hätten sie gebraucht)  kamen wir im Motel One an. Schnell waren die gebuchten Zimmer bezogen und beim ersten Stadtrundgang ging es zunächst einmal zum Highlight der Stadt Dresden, der Frauenkirche. Die Frauenkirche gilt als Sinnbild des protestantischen Kirchbaus. Hier findet das evangelische Glaubens- und Gottesdienstverständnis eine architektonische Umsetzung. Die kühne Idee, einen Zentralbau mit quadratischdres 03em Grundriss unter eine gewaltige steinerne glockenförmige Kuppel zu errichten, geht auf Baumeister George Bähr zurück. Mit seinem Entwurf übersetzte er das Glaubensverständnis Martin Luthers in Stein. Von der Frauenkirche führte uns unser Weg weiter über die Brühlschen Terrrasse. Die Brühlsche Terrasse ist ein gärtnerisches Kleinod der besonderen Art, befindet sich die Anlage doch auf ehemals militärischem Gelände, dem Elbwall der früheren Stadtbefestigung. Ihren Namen verdankt die Terrasse dem Kabinettsminister Friedrich Augusts II., Heinrich Graf Brühl. Wer von der Brühlschen Terrasse über das Elbtal schaut, weiß oft nicht, dass er auf einem alten Festungswall steht und unter seinen Füßen einige der ältesten Gewölbe Dresdens liegen.

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Unter der weltbekannten Brühlschen Terrasse verbergen sich Zeugnisse einer Zeit, die neben den barocken Glanzlichtern oft übersehen werden. Bei einem geführten Rundgang haben wir die alte Festung erkundet. 

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Von dort ging unser Stadtrundgang weiter vorbei am Fürstenzug, dem überlebensgroßen Bild eines Reiterzuges, aufgetragen auf rund 23.000 Fliesen aus Meißner Porzellan. Das 102 Meter lange, als größtes Porzellanbild der Welt geltende Kunstwerk stellt die Ahnengalerie der zwischen 1127 und 1904 in Sachsen herrschenden 35 Markgrafen, Herzöge, Kurfürsten und Könige aus dem Geschlecht des Fürstenhauses Wettin dar.

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dres 07dres 08Vom Fürstenzug ging es noch einmal in die Innenstadt vorbei an der Frauenkirche. Übrigens mach so ein Stadtrundgang ganz schön müde, so dass auch ein Vorsitzender mal Pause machen muss. Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel ging es am Abend in die Brauerei Waldschösschen. Das Brauhaus am Waldschlösschen ist ein traditionelles Restaurant und eine geschichtsträchtige Erlebnisbrauerei mit großem Biergarten und monatlich wechselnder Live-Musik für die ganze Familie. Im brauhaustypisch rustikalen Ambiente gibt es zum Hausgebrauten eine regionale deftige Küche. Besonders beliebt ist die "Frische Pichelhaxe" aus dem Rohr, eine knusprig gebratene Schweinshaxe auf Original Waldschlösschen-Dunkelbier-Soße. Sächsische Spezialitäten, leichte Salate und feine Süßspeisen findet man ebenso auf der reichhaltigen Speisekarte. Jeden Tag sorgen großartige Musiker mit Live Musik von Dixieland über Blasmusik bis hin zu Boogie Woogie und Partymusik für angenehme Unterhaltung. Großer Beliebtheit erfreut sich der Maßbiertag - jeden Sonntag gibt es die Maß Bier für sensationelle 4,40 € ! Da wir am Freitag da waren mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen:

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dres 10dres 11Am Samstag Morgen stand der Programmhöhepunkt, nämlich die Besichigung der Sammlung des militärhistorischen Museums in Dreden an. Im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr sind Krieg und Militär unlösbar mit der allgemeinen Geschichte verwoben und zeigen die Verästelung in die politik-, sozial-, mentalitäts- und kulturgeschichtliche Forschung. Militärgeschichte wird so in ihrer ganzen Bandbreite dargestellt. Die Ausstellung konfrontiert die Besucherinnen und Besucher mit dem eigenen menschlichen Aggressionspotential und thematisiert Gewalt als historisches, kulturelles und anthropologisches Phänomen. Ist Aggressivität evolutionsbiologisch möglicherweise in jedem Menschen angelegt, ist sie so selbstverständlich und unvermeidbar wie das Bedürfnis zu schlafen oder zu trinken? Oder ist der Gewaltanteil in uns vor allem kulturell geprägt und beeinflusst? Diese Frage ließen wir am Samstag unbeantwortet, wir wollten ja unseren Panzer anschauen.Herr Koch als Leiter der Sammlung begrüßte uns auf dres 12dres 13dem Gelände und führte uns mit umfassenden Erläuterungen durch die Exponate. Seine Erläuterungen waren total interessant und lehrreich, so dass der von ihm selbst gesteckte Zeitplan um mehr als eine Stunde überschritten wurde. Es kann natürlich auch an den Erinnerungen gelegen haben die in dem einen oder anderen der mitgereisten Teilnehmer wach wurden.

 

  dres 15dres 16dres 18Am Ende der zweiten Halle stand er dann endlich, unser Y-000. Nach einer ausgiebigen Inspektion, die fast den Umfang einer technischen Materialprüfung hatte konnten wir Herrn Koch bescheinigen dass er gut auf unser Schätzchen aufgepasst hat, und wir haben ihn gebeten das auch weiter zu tun. Gott sei Dank waren noch zwei weitere Gäste bei der Führung annwesend, so dass wir nicht mit Selbstauslöser und Stativ experimentieren mussten, sondern das obligatorische Foto schnell im Kasten hatten. Übrigens fanden zwei der mitgereisten Teilnehmer ihr Highlight in einem anderen Teil der Halle...

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Am Ende der hochinterssanten Führung durch die längst nicht für alle Interssierten zugänglichen Sammlungshallen bedankte sich Dirk bei Herrn Koch mit einem Wappen des Traditionsvereins. Zunächst wollte Herr Koch dieses pflichtgemäß vereinnahmen, aber nach einem deutlichen Hinweis von Dirk wird es einen platz in seiner privaten Sammlung finden. dres 19

dres 22dres 21Zum Mittag haben wir uns dann die touristischen Höhepunkte in Dresden bei einer Stadtrundfahrt mit dem Bus angesehen. Diese Tour sei jedem Dresden-Besucher ans Herz gelegt, die Busse fahren im Abstand von 15 Minuten und halten an mehr als 20 Haltestellen mit Sehenswürdigkeiten. Parkplatzsorgen und Parkgebühren sind damit kein Thema mehr, einfach einsteigen und zum Blauen Wunder, den Elbschlössern oder auch bis zum Dresdener Zwinger fahren. Den Zwinger haben wir uns dann am Sonntag bei einer ausgiebigen Führung angeschaut, bevor es am Sonntag Mittag dann wieder Richtung Lippe ging.

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