Am 03.09. fand in diesem Jahr ein Tagesausflug zum Erlebnisbergwerk Merkers statt. Der Ausflug war auf der Jahreshauptversammlung anstelle des in den letzten Jahren ausgerichteten Sommersfestes beschlossen worden. So trafen sich 28 Vereinsmitglieder und Gäste um 06:30, um mit dem Bus zum Bergwerk zu fahren. Dort pünktlich um 09:30 angekommen gab es Helme und Jacken für alle, und schon ging es 500m unter Tage in die Welt des weißen Goldes.

Unter Tage wurde die Gruppe mit einem LKW zu den verschiedenen Stationen der Führung gefahren. Zunächst ging es in ein Musum unter Tage, in dem der Arbeitsalltag des Bergmanns und die dabei verwendeten Maschinen dargestellt wurden. Im weiteren Verlauf wurde der ehemaligen Großbunker des Bergwerkes besichtigt. Ein durch seine Abmessungen beeindruckender Hohlraum, in dem sich noch heute der größte untertägig eingesetzte Schaufelradbagger der Welt befindet. Die großräumige Kammer von 250 Meter Länge, 22 Meter Breite und 14-17 Meter Höhe versetzt die Besucher immer wieder in Staunen. Bis 1993 diente der Großbunker der Speicherung von bis zu 50 000 Tonnen Rohsalz, um die Produktion über die Wochenenden aufrecht zu erhalten. Heute ist daraus der größte Konzertsaal 500 Meter unter der Tagesoberfläche entstanden. Er bietet die Akustik eines gotischen Kirchenschiffes und vermittelt ungewöhnliche Musikerlebnisse. Zuletzt trat im Sommer dieses Jahres Chris de Burgh dort auf. Vom Großbunker aus ging es weiter historischen Goldraum. Hier wurden zum Ende des zweiten Weltkrieges die Gold- und Devisenbestände der Deutschen Reichsbank sowie in weiteren Kammern umfangreiche Bestände Berliner Museen eingelagert. Die Grube Merkers geriet für einige Wochen in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit, denn das Auffinden dieses Schatzes durch die Amerikaner und die Grubenfahrt von General Eisenhower machten im April 1945 weltweit Schlagzeilen. Höhepunkt der Führung war der Besuch der Kristallgrotte. In 800 m Teufe befindet sich dieser Schatz der Natur.  Sie wurde erst 1980 entdeckt und von der Akademie der Geowissenschaften zu Hannover e.V. im Jahr 2006 als Nationales Geotop ausgezeichnet. Die Entstehung ist den erdgeschichtlichen Vorgängen des Tertiär zuzuordnen und steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Rhönvulkanismus. Die zehn Meter hohe Grotte ist an Wänden und Decke von milchig weißen bis wasserklaren Steinsalzkristallen bedeckt, die einem Schatz aus 1001 Nacht entstammen könnten. Die Palette reicht vom Kristallrasen mit winzig kleinen Kristallen bis zu Einzelkristallen mit Kantenlängen von bis zu einem Meter. Eine eigens für die Kristallgrotte komponierte Musik-Licht-Installation schafft eine Atmosphäre, die ganz einfach fasziniert und jeden Besucher in seinen Bann zieht. Allein der Blick in diese Kristallgrotte lohnt die Reise nach Merkers. Nach einem kühlen Drink an der "Kristallbar", der tiefsten Bar der Welt, ging die Fahrt zurück zum Schacht – eine Reise, die den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben wird. Weitere Bilder vom Ausflug gibt es im Bilderbuch!

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